SuidgeWissen
Bildnachweise

Schmersal Logo RGB · Schmersal Gruppe · © Schmersal Gruppe · Quelle · Schmersal official editorial media permission

KompetenzSchmersal / Maschinensicherheit

Eine geschlossene Tür ist erst der Anfang.

Schmersal verbindet Schutztürüberwachung und Zuhaltung mit sicherer Signalverarbeitung und Engineering. Am kompakten AZM40 zeigt sich, worauf es ankommt: Türstellung, Sperrfunktion und sichere Freigabe erfüllen verschiedene Aufgaben und müssen als Kette zusammenpassen.

Schmersal AZM40 mit eingestecktem Betätiger auf einem Hersteller-Produktbild
AZM40 mit Betätiger. Herstellerbild der Komponente; kein Nachweis einer fertig abgesicherten Maschine. © Schmersal Gruppe Sicherheitszuhaltung AZM40 · Schmersal Gruppe · © Schmersal Gruppe · Quelle · Schmersal official editorial media permission

Das Wichtigste in Kürze

01 / FÄHIGKEIT

Zugang funktional planen

Schmersal liefert Geräte zum Erfassen, Zuhalten und sicheren Auswerten; tec.nicum ergänzt die Planung und Umsetzung. [S01] [S14]

02 / MECHANISMUS

Erkennen, sperren, auswerten

Beim AZM40Z erkennt RFID den Betätiger, eine bistabile Mechanik hält zu und überwachte Sicherheitsausgänge melden den Zustand. [D01]

03 / GELTUNG

Die Funktion entscheidet

Die Verriegelung erreicht laut Anleitung bis PL e; die Zuhaltefunktion bis PL d. Das ist kein einheitlicher Sicherheitslevel der Maschine. [D01]

Eine Tür kann geschlossen sein, während die Gefahr noch besteht.

An einer Roboterzelle oder Werkzeugmaschine erfüllt die Schutztür zwei verschiedene Aufgaben: Ihre Stellung muss erkannt werden, und bei gefährlichem Nachlauf muss der Zugang gesperrt bleiben. Schmersal bietet für diese Wirkungskette Schalter, Sensoren, Zuhaltungen, Auswertung und Systemtechnik an. [S01] [D01]

Ein konkreter öffentlich beschriebener Einsatz sind CNC-Maschinen und Roboterzellen der Berger Gruppe. Dort nennt Schmersal die Stellungsüberwachung und Zuhaltung mit eigenen Sicherheitszuhaltungen, Bedienfeldern und Steuerungen. Die Referenz zeigt eine Anwendung des Portfolios; sie enthält keinen hier nachgeprüften Serienmessbericht. [S23]

Der entscheidende Unterschied liegt zwischen Verriegelung und Zuhaltung: Die eine verhindert gefährlichen Betrieb bei offener beziehungsweise nicht korrekt gesicherter Schutzeinrichtung; die andere hält den Zugang mechanisch gesperrt. Beide müssen zur Gefahr, zur Ansteuerung und zum tatsächlichen Türverhalten passen. Das lässt sich am AZM40 präzise zeigen. [D01]

Der AZM40 verbindet Erkennung mit einer bistabilen Sperre.

Der Betätiger sitzt an der beweglichen Tür. Beim Schliessen fährt er in die Zuhaltung ein; die RFID-Sensorik erkennt ihn. Bei der individuell codierten I1-Ausführung ist die Zuordnung gegen einfaches Ersetzen durch einen beliebigen Betätiger ausgelegt. Die Mechanik sperrt den Betätiger, und die Z-Ausführung überwacht die Zuhaltung. Die Sicherheitsausgänge werden beim Entsperren oder Öffnen abgeschaltet. [D01] [S04]

Das Gerät ist 119,5 × 40 × 20 mm gross und erlaubt einen Anfahrbereich des Betätigers von 180°. Die angegebene Zuhaltekraft FZh beträgt 2.000 N; sie beschreibt die Komponente, nicht die Festigkeit der kompletten Schutztür. Die Zuhaltung darf laut Montageanleitung nicht als Türanschlag dienen. [D01]

Wirkmechanismus · AZM40Z am Maschinenzugang
  1. 01 → ERKENNEN

    Tür und Betätiger

    RFID und Positionserfassung prüfen den zugeordneten Betätiger.

  2. 02 → SPERREN

    Zuhaltung überwachen

    Die bistabile Mechanik hält den Betätiger; die Z-Ausführung überwacht diesen Zustand.

  3. 03 → AUSWERTEN

    Sicherheitskette

    Externe sichere Ansteuerung und Auswertung verbinden die Komponente mit der Maschinenfunktion.

Gilt für die passende AZM40Z-Ausführung und eine entsprechend ausgelegte Gesamtsteuerung. Herstellerbeschreibung: [D01]

Bistabil heisst: Der letzte Zustand bleibt erhalten.

Bei Stromausfall wechselt der AZM40 nicht grundsätzlich in „offen“ oder „geschlossen“, sondern behält den letzten Sperrzustand. Das muss zum Personenzugang und zum Entriegelungskonzept passen. Die B-Ausführung überwacht den Betätiger und hat laut Anleitung eine Zuhaltefunktion nur für den Prozessschutz; sie ist kein austauschbarer Ersatz für die überwachte Z-Ausführung. [D01]

Die Feldbox sammelt Signale; die Sicherheitsfunktion bleibt projektiert.

Bei verteilten Zugängen kann eine Safety Fieldbox bis zu acht Schaltgeräte über 8-polige M12-Anschlüsse anbinden. Schmersal bietet getrennte Varianten für PROFINET/PROFIsafe, EtherNet/IP mit CIP Safety sowie EtherCAT mit FSoE. Betriebsdiagnose kann etwa auf Türversatz hinweisen; die sichere Übertragung und die normale Diagnose bleiben unterschiedliche Aufgaben. Die Herstellerseite belegt diese Architektur, keine pauschale Kostenersparnis im konkreten Projekt. [S12]

Fähigkeiten, Anwendungen und Nachweise auf einen Blick.

Ein belastbarer Kennwert braucht die richtige Funktion.

Die AZM40-Anleitung unterscheidet die Verriegelungsfunktion mit bis zu PL e / Kategorie 4 und Eignung für SIL 3 von der Zuhaltefunktion mit bis zu PL d / Kategorie 2 und Eignung für SIL 2. Die Zuhaltebetrachtung gilt für die benannte Z-Ausführung; kundenseitig sind unter anderem sichere Ansteuerung, Leitungsverlegung und die externe Diagnose einzubeziehen. [D01]

Was die Unterlagen zeigen

Ein konkret bestellbares Modell, technische Grenzen und nachvollziehbare Einbau-, Codier- und Prüfanforderungen. Die Anleitung verlangt eine Validierung des gesamten Steuerungskonzepts. [D01] [S04]

Was sie nicht belegen

Die erreichte Sicherheitsfunktion einer bestimmten Maschine, deren Nachlauf, einen Abnahmeerfolg beim Leser oder eine universelle Eignung für jede begehbare Anlage.

Ein anderer Nachweistyp ist die ISO-9001-Zertifizierung der tec.nicum Solutions & Services GmbH in Kirkel. Die gelesene Originalkopie von TÜV Rheinland nennt technische Dokumentation, Beratung, Digitalisierung, Schulung, Engineering, Integration und Outsourcing; die gedruckte Gültigkeit läuft vom 16. September 2024 bis 15. September 2027. Sie betrifft das Qualitätsmanagement dieser Gesellschaft und bestätigt keine Produkt- oder Maschinen-Sicherheitsfunktion. [D02] [S15]

Die digitale Erweiterung betrifft Verhaltensmodelle für AZM40, DHS und BDF40. Schmersal beschreibt FMU-Modelle auf Anfrage sowie ein AZM40-Paket im TwinStore. Damit lassen sich Signalfolgen vor dem Aufbau erproben; die behauptete Modellnähe ist kein Nachweis, dass jede Fehlerkonstellation der realen Anlage bereits geprüft wurde. [S07]

Die passende Bauart folgt der Zugangsaufgabe.

Wenn der Zugang bis zum Ende einer Gefahr gesperrt bleiben muss, ist eine passende Zuhaltung gefragt. Wenn eine sichere Abschaltung nach Öffnen mit den ermittelten Zugangszeiten ausreicht, kann eine reine Stellungsüberwachung genügen. Muss der Zugang überhaupt nicht beweglich sein, ist eine feststehende trennende Schutzeinrichtung ein zu prüfender einfacherer Ansatz. Diese Ableitung ersetzt die konkrete Risikobeurteilung nicht. [D01]

Funktionsvergleich für den gleichen Maschinenzugang; keine Lieferantenrangfolge.
AnsatzGeeignet, wenn …Entscheidende Grenze
AZM40ZEine kompakte RFID-Zuhaltung zur Tür und zum Sicherheitskonzept passt.Bistabil; Zuhalten bis PL d; externe Massnahmen nötig. [D01]
AZM150Mechanischer Betätiger, gewählte Codierung und Stromprinzip zur Aufgabe passen.Arbeits-/Ruhestromausführung unterscheiden; 1.400 N laut Produktseite. [S08]
StellungssensorDas Schutzkonzept ohne mechanische Zuhaltung zulässig und wirksam ist.Er hält die Tür selbst nicht zu. [S01] [D01]

Für die Projektierung zählt auch die Organisation: tec.nicum ergänzt das Komponentenangebot mit Beratung, Schulung, Engineering, Integration, Digitalisierung und Outsourcing. Die Gruppe ordnet diese Leistungen seit 2024 unter anderem der eigenen Solutions & Services GmbH zu. Welche Gesellschaft was liefert, welche Ausgangselemente einbezogen sind und wer die Validierung übernimmt, muss der konkrete Auftrag klären. [S14] [S15]

Relevant für Konstruktion und Betrieb mit wiederkehrendem Zugang.

Maschinenbauer müssen Türmechanik, sichere Steuerung und Bedienablauf zusammenbringen. Betreiber interessieren sich zusätzlich für zugängliche Diagnose und Wartung. Das Portfolio reicht über die hier vertiefte Zuhaltung hinaus: zu berührungslosen Schutzeinrichtungen, Relais und Steuerungen sowie eigenen Bereichen für Ex-Schaltgeräte, Aufzugtechnik und Standard-Automatisierung. Deren jeweilige Zulassung und Funktion werden nicht aus den AZM40-Daten abgeleitet. [S01]

Für die Schweiz ist Schmersal Schweiz AG in Arni als eigene Gesellschaft öffentlich ausgewiesen, für Österreich AVS Schmersal Vertriebs GmbH in Wien. Das belegt DACH-Ansprechpartner; es sagt noch nichts über Lieferzeit, lokale Verfügbarkeit jeder Gruppenleistung oder vertragliche Reaktionszeiten. [S05] [S06] [S21] [S22]

Die nächste sinnvolle Prüfung

Eine Tür und ihre Freigabekette vollständig durchgehen.

Safety Engineering und Konstruktion sollten am realen Bezugsfall Gefährdung und Nachlauf, Türlast und Ausrichtung, benötigte Sicherheitsfunktion, konkrete Typen und Verhalten bei Spannungsverlust festhalten. Danach Ansteuerung, Rückmeldungen, Wiederanlauf und Entriegelung gemeinsam prüfen. Erst damit wird aus einem passenden Bauteil eine beurteilbare Lösung für diese Maschine. [D01]

Quellen & Methode

Grundlage sind aktuelle öffentliche Herstellerquellen, die AZM40-Originalanleitung und die gelesene ISO-9001-Originalkopie für die benannte tec.nicum-Gesellschaft. Technische und anwendungsbezogene Aussagen bleiben in ihrem jeweiligen Scope. Die Einordnung von Alternativen ist eine redaktionelle Ableitung; es wurde keine eigene Maschine geprüft und kein Interview geführt. Der aktuelle Registerstatus des QMS-Zertifikats wurde nicht separat abgefragt.

  1. [S01] Schmersal · Portfolio · Originalquelle · Aktuelles Produktprogramm; Unternehmensangabe, gruppenbezogen. Geprüft 20.10.2026.
  2. [S02] Schmersal · Impressum · Originalquelle · Wuppertal, HRA 23542 laut Impressum; kein eigener Registerauszug. Geprüft 20.10.2026.
  3. [S03] AZM40 · Produktdarstellung · Originalquelle · Kompakte RFID-Zuhaltung; Daten über Anleitung eingegrenzt. Geprüft 20.10.2026.
  4. [S04] AZM40Z-I1-ST-1P2P · Artikel 103034188 · Originalquelle · Modellspezifische technische Herstellerdaten, abgerufen 19.10.2026 UTC. Geprüft 20.10.2026.
  5. [D01] AZM40 · Original-Betriebsanleitung · Originalquelle · 12 Seiten; gedruckt Version 2, 16.05.2025. S.2–3 Varianten, Sicherheitsfunktionen und Kennwerte; S.4 Montage; S.8 Codierung; S.10 Prüfung; S.11 EU-Erklärung. Unternehmensdokument. Geprüft 20.10.2026.
  6. [S05] Schmersal Schweiz · Angebot · Originalquelle · Gruppenportfolio und lokale Präsenz; kein Liefervertrag. Geprüft 20.10.2026.
  7. [S06] AVS Schmersal Österreich · Angebot · Originalquelle · Österreichischer Vertrieb und Gruppenportfolio. Geprüft 20.10.2026.
  8. [S07] 4D-Modelle und virtuelle Inbetriebnahme · Originalquelle · AZM40, DHS, BDF40; FMU auf Anfrage, AZM40 TwinStore. Keine empirische Validierung jedes Modellzustands. Geprüft 20.10.2026.
  9. [S08] AZM150 · elektromechanische Zuhaltung · Originalquelle · 1.400 N laut Produktseite, niedrige/optionale hohe Codierung, Arbeits-/Ruhestromvarianten. Geprüft 20.10.2026.
  10. [S12] Safety Fieldbox · drei Feldbusvarianten · Originalquelle · Bis acht Schaltgeräte; PROFINET/PROFIsafe, EtherNet/IP/CIP Safety oder EtherCAT/FSoE. Varianten, keine freie Protokollumstellung desselben Geräts. Geprüft 20.10.2026.
  11. [S14] tec.nicum · sechs Dienstleistungssäulen · Originalquelle · academy, consulting, engineering, integration, digitalisation, outsourcing; Gruppenangebot. Geprüft 20.10.2026.
  12. [S15] tec.nicum · Profil und Gesellschaft · Originalquelle · 2024 gegründete Solutions & Services GmbH, Kirkel; omnicon eingegliedert. Keine rechtliche Identität mit K.A. Schmersal. Geprüft 20.10.2026.
  13. [D02] TÜV Rheinland · ISO 9001:2015 tec.nicum · Originalquelle · Originalkopie 01 100 044821; Kirkel, technische Dokumentation, Beratung, Digitalisierung, Schulung, Engineering, Integration, Outsourcing; 16.09.2024–15.09.2027. Original gelesen und visuell geprüft; kein Live-Registerabgleich. Kein Produkt- oder Maschinen-Sicherheitszertifikat. Geprüft 20.10.2026.
  14. [S17] Schmersal · Pressebildmaterial · Originalquelle · Nutzung zur Berichterstattung mit © Schmersal Gruppe erlaubt; AZM40-Originaldatei von dieser Seite. Geprüft 20.10.2026.
  15. [S18] Schmersal · Firmenlogo · Originalquelle · Offiziell für verschiedene Medien bereitgestellt; keine Verzerrung oder Veränderung. Geprüft 20.10.2026.
  16. [S21] Schmersal Schweiz · Impressum · Originalquelle · Schmersal Schweiz AG, Moosmattstrasse 3, 8905 Arni; eigene Gesellschaft. Geprüft 20.10.2026.
  17. [S22] AVS Schmersal · Impressum · Originalquelle · AVS Schmersal Vertriebs GmbH, Wienerbergstrasse 9, 1100 Wien; eigene Gesellschaft. Geprüft 20.10.2026.
  18. [S23] Schmersal · Fachbeiträge, Berger-Anwendung · Originalquelle · Mit Sicherheit scharf, DER KONSTRUKTEUR 2024/07–08, von Schmersal beschrieben: CNC/Roboterzellen der Berger Gruppe, Zuhaltungen, Bedienfelder, Steuerungen. Kein unabhängiger Serienmessbericht. Geprüft 20.10.2026.
  19. [S24] PSC1 · Konfigurator · Originalquelle · Konfiguration eines sicheren Steuerungssystems nach individuellen Anforderungen; kein Nachweis des fertigen Anwenderprogramms. Geprüft 20.10.2026.
Transparenz: Der Stand möglicher geschäftlicher Beziehungen oder Unterstützung ist nicht geklärt. Daraus wird keine Unabhängigkeitsbestätigung abgeleitet. Das Herstellerbild wird aufgrund der veröffentlichten Medienerlaubnis mit Quellenangabe verwendet.