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KompetenzPLATIT AG · Beschichtungstechnik

Eine eigene Beschichtungskette beherrschen

PLATIT bietet mehr als Beschichtungsanlagen: Vorbehandlung, Rezepte, Prüfung und Service gehören zum Angebot. 

Historische Produktaufnahme einer PLATIT Pi111-Beschichtungsanlage.
PLATIT Pi111, Produktaufnahme von 2010. Historisches Anlagenmodell. PLATIT-Pi111 · Platit / Wikimedia Commons; CC BY-SA 3.0; unverändert · Quelle · CC BY-SA 3.0

Das Wichtigste in Kürze

01 / FÄHIGKEIT

Eine Prozesskette aufbauen

PLATIT bietet Anlagen, Vorbehandlung, Prüfung und Service für die Beschichtung im eigenen Betrieb an. [P01] [P02]

02 / MECHANISMUS

Werkstück und Schicht abstimmen

Substrat, Kante, Sauberkeit, Schichtsystem und Anlagenkonfiguration müssen zusammenpassen. [P04] [P05] [P06] [P24]

03 / GELTUNG

Den Einsatzfall freigeben

Swissmint belegt einen realen Anlagenbetrieb. Für andere Werkstücke braucht es die eigene Anwendungsfreigabe. [R02] [P07]

Ein dokumentierter Prozesswechsel

Swissmint beschichtete seine Prägestempel früher im Verchromungsprozess. In der Staatsrechnung 2021 berichtet die Eidgenössische Münzstätte, dass eine PLATIT-PVD-Anlage geliefert worden und bereits in Betrieb sei. Die neue Technologie hatte den bisherigen Prozess abgelöst. [R02]

Für einen Werkzeug- oder Komponentenhersteller stellt sich damit eine konkrete Frage: Kann er eine passende Beschichtung im eigenen Betrieb herstellen und freigeben? 

PLATIT AG sitzt in Selzach. Das Unternehmen beschreibt konfigurierbare Beschichtungstechnik und die Integration der benötigten Prozessbausteine; eigene Lohnbeschichtung gehört laut eigener Darstellung nicht zum Angebot. Wer extern beschichten lassen möchte, sucht ein anderes Liefermodell. [R01] [P01] [P02]

Vorbereiten, beschichten, freigeben

Den Ausgangszustand vorbereiten

Bei wiederbeschichteten Werkzeugen beginnt die Arbeit mit dem vorhandenen Schichtstapel. PLATIT bietet dafür CT20- und ST-Entschichtung an. Die CT20-Beschreibung bezieht sich auf den Abtrag eines geeigneten Systems bis zur TiN-Haftschicht. [P05]

Für Schneidwerkzeuge kommt die Kantenpräparation hinzu: Vor- und Nachbehandlung verändern die Schneidengeometrie und den Materialabtrag. PLATIT weist selbst darauf hin, dass eine zu starke Nachbehandlung die Schneidkante freilegen kann. Die gewünschte Kante muss deshalb vor der Bearbeitung feststehen. [P06]

Reinigung und Vakuumtrocknung adressieren Rückstände und Feuchte vor dem Beschichten. Die angebotenen Stationen sind an Werkstoffe, Prozessmedien und Beladung zu binden. [P04]

Mit LGD-Plasmaätzen und einem 3D-Ätzindikator beschreibt PLATIT eine weitere Vorbereitung und deren geometriebezogene Beurteilung. Ein solches Abtragsprofil hilft beim Einordnen des Vorprozesses. [P21] [P24]

Schicht, Geometrie und Rezept zusammenbringen

ARC-Hartstoffbeschichtung gehört zum Kernangebot. Lichtbogenquelle, Rezept und Schichtarchitektur bestimmen den angebotenen Prozess. Für Schneid- oder Umformwerkzeuge müssen die ausgewählte Schicht, die zulässige Temperatur und der Einsatzfall gemeinsam passen. [P03] [P23] [P24]

Sputter-, HiPIMS- und Hybridkonfigurationen eröffnen andere Möglichkeiten der Schichtbildung, etwa für geeignete Präzisions- und Mikrowerkzeuge. Die Verfahrensbezeichnung allein entscheidet aber noch nicht über Oberfläche, Rate und Haftung der konkret gewählten Konfiguration. [P03] [P24]

DLC-Systeme richten sich unter anderem an geeignete Werkzeuge und Bauteile mit Kontakt- und Reibungsanforderungen. Gegenkörper, Last, Schmierung und Temperatur gehören zur Auswahl der Variante. [P11] [P22] [P23]

Die modulare Anlage soll sich an die Werkstücke anpassen lassen: Kammer, Quellen und Karussell bestimmen den verfügbaren Nutzraum und die reale Beladung. Auch bei der Pi411 sind Angaben an Optionen gebunden.. [P01] [P12] [P24]

Anpassbare Rezepte und SmartSoftware ergänzen das Angebot um Steuerung, Prozessvisualisierung und Aufzeichnung. Im Serienbetrieb zählt, welches Rezept freigegeben ist und wie eine Änderung dokumentiert wird. [P01] [P24]

Die Beschichtungskette · vom definierten Werkstück zum freigegebenen Einsatz
  1. 01 → AUSGANGSPUNKT

    Werkstück bestimmen

    Werkstoff, Geometrie, Oberfläche und Einsatzanforderung festlegen.

  2. 02 → VERFAHREN

    Prozess abstimmen

    Vorbereitung, Konfiguration und Rezept auf diesen Fall ausrichten.

  3. 03 → ERGEBNIS

    Prüfen und freigeben

    Schichtbefund und Anwendung gegen vereinbarte Kriterien prüfen.

Die Schritte wirken gemeinsam. Grundlage: [P02] [P07] [P24]

Fähigkeiten, Anwendungen und Nachweise auf einen Blick.

Schichtbefund und Einsatz getrennt prüfen

PQCS umfasst nach PLATITs Beschreibung Schichtdicken- und Haftungsbefunde sowie chargenbezogene Fotos und Berichte. Das gibt der Qualitätssicherung eine dokumentierbare Grundlage. Dafür müssen Messstelle, Verfahren, Stichprobe und Annahmekriterium bekannt sein.[P07]

Was unabhängig belegt ist

Die amtliche Swissmint-Darstellung bestätigt die gelieferte und betriebene PLATIT-PVD-Anlage im Jahr 2021 und den Wechsel des Verfahrens. [R02]

Was daraus nicht folgt

Der Bericht ist kein kontrollierter Vergleich gleicher Werkstücke und Lasten. [R02]

Für ein eigenes Beschichtungszentrum bietet PLATIT die Abstimmung von Vor- und Nachprozessen, Anlage, Layout und Schulung an. [P02]

Service, Ersatzteile, Kathodenaustausch, Diagnose und Upgrades begleiten den Anlagenbetrieb. Ihr tatsächlicher Umfang gehört in den Vertrag: Wartung, Versorgung, Zuständigkeit und Wiederanlauf sind betriebliche Bedingungen. [P08]

Eigenbetrieb oder externer Bezug

Eine eigene Anlage ist sinnvoll zu prüfen, wenn ein Betrieb passende wiederkehrende Werkstückfamilien bearbeiten und die Prozessorganisation übernehmen kann. Bereits qualifizierte externe Beschichtung bleibt eine reale Alternative: Ionbond Schweiz und Oerlikon Balzers beschreiben entsprechende Oberflächenangebote. [P01] [P02] [P20] [PE01]

Make-or-buy für eine definierte Werkstückfamilie
AnsatzGeeignet, wenn …Zu prüfen
Eigene BeschichtungskettePersonal, Infrastruktur und passende Prozesse intern qualifiziert werden können.Konfiguration, Vorbehandlung, Gutteilprozess und Betreiberverantwortung. [P02] [P24]
Externer BeschichtungsbezugEin externer Partner den gleichen Werkstück- und Freigabeumfang übernimmt.Anwendungseignung, Übergaben und vereinbarte Leistung im konkreten Auftrag. [P20] [PE01]
Freigegebenen Status quo behaltenDer bestehende Prozess die Anforderungen bereits erfüllt.Ein zusätzlicher Unterschied ist erst unter gleichen Bedingungen nachzuweisen.

Die entscheidende Grenze: Ein Prozess muss zum Substrat, zur Geometrie und zur späteren Belastung passen. Ohne diesen gemeinsamen Bezug sind Anlagenkennwerte, Prüfberichte und Angebotsumfänge keine belastbare Auswahlbasis.

Kontrolle braucht Betriebsverantwortung

Für mittelständische Werkzeug- und Komponentenhersteller eröffnet das Angebot die Möglichkeit, eine passende Beschichtungskette intern zu steuern. Der organisatorische Preis dieser Kontrolle ist die eigene Verantwortung für Vorbehandlung, Rezept, Prüfung und Betrieb. Eine ideale Unternehmensgrösse oder allgemeine Mindeststückzahl ist aus den Quellen nicht belegt. [P01] [P02] [P08]

Swissmint macht den Schweizer Bezug konkret. Die Übertragung auf ein anderes Unternehmen beginnt jedoch bei dessen Werkstücken und Anforderungen. [R02]

Die nächste sinnvolle Prüfung

Eine Werkstückfamilie mit einem Freigabeplan verbinden

Prozessengineering und Qualität sollten zuerst Werkstoff, Geometrie, bestehenden Schichtstapel und Einsatzanforderung dokumentieren. Danach lassen sich die datierte Anlagenkonfiguration und ein repräsentativer Prüf- und Anwendungsfall mit PLATIT abstimmen. Das klärt die wichtigste offene Frage: Ob das angebotene Verfahren die konkrete Aufgabe unter den eigenen Bedingungen erfüllt. [P05] [P07] [P24]

Quellen & Methode

Öffentliche Quellen, zuletzt geprüft am 13.10.2026. Herstellerseiten belegen das angebotene Verfahren und dessen beschriebene Bedingungen; das amtliche Register belegt die Identität und die Staatsrechnung den historischen Swissmint-Einsatz. Die Betriebs- und Leserfolgen sind redaktionelle Ableitungen. Es gab keinen Firmenbesuch, kein Interview und keinen eigenen Anwendungstest. Spezifikationen gelten nur für die jeweils beschriebene Konfiguration; aktuelle Projekt-, Liefer- und Serviceangaben liegen nicht vor.

  1. [R01] Bundesamt für Statistik · UID-Register Platit AG · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  2. [R02] Eidgenössische Finanzverwaltung · Staatsrechnung 2021, Band 2B · Swissmint, gedruckte S. 45 / PDF-Seite 47 · 2021 reporting period · geprüft 13.10.2026.
  3. [P01] PLATIT · Unternehmen und Integrationsangebot · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  4. [P02] PLATIT · Turnkey-Lösungen · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  5. [P03] PLATIT · Beschichtungstechnologien · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  6. [P04] PLATIT · Reinigung · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  7. [P05] PLATIT · Entschichtung · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  8. [P06] PLATIT · Kantenpräparation und Nachbehandlung · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  9. [P07] PLATIT · PQCS / Qualitätskontrolle · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  10. [P08] PLATIT · Service · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  11. [P11] PLATIT · Komponenten · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  12. [P12] PLATIT · Portfolio / Homepage · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  13. [P20] Ionbond · Standorte Schweiz · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  14. [P21] PLATIT · Ätztechnik · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  15. [P22] PLATIT · DLC · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  16. [P23] PLATIT · Coating Guide · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  17. [P24] PLATIT · Pi411-Konfigurationen · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
  18. [PE01] Oerlikon Balzers · PVD-basierte Prozesse · undatierte Website · geprüft 13.10.2026.
Transparenz: Zu Geschäftsbeziehungen und Vergütung liegen keine Angaben vor.